Seit 1907 Pädagogik, Kultur & Sport
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Sozialpädagogische Hilfen

Rechtsgrundlagen

Grundlage der Arbeit sind die §§ 19, 34, 35a und 41 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (SGB VIII) sowie die Eingliederungshilfen nach den §§ 53f des Sozialhilfegesetzes (SGB XII).

Leitlinien der Sozialpädagogischen Hilfen

Durch das Vorleben der gegenseitigen Wertschätzung, Unterstützung und Toleranz wird das Leitbild der Einrichtung für die jungen Menschen erfahrbar. Das pädagogische Alltagshandeln aller Mitarbeiter wird durch Theoriewissen gestützt. Fachliteratur wird nach Bedarf bereitgestellt. Im Intranet werden sämtliche praxisrelevanten Daten und Informationen jederzeit zugänglich und aktualisiert zur Verfügung gestellt.

Kontakt und Information

über unsere Erziehungsleiterinnen: 

Uta Basting
T. (0611) 580321
F. (0611) 580353
E. basting@johannesstift.de

Anita Ungeheuer-Eicke
T. (0611) 580347
F. (0611) 580353
E. unei@johannesstift.de

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Teamberatung, Supervision und Fortbildung der Mitarbeiter werden gefördert und sichern die Weiterentwicklung des professionellen Handelns. Viele Mitarbeiter verfügen über fachspezifische Zusatzausbildungen. Die Dokumentation der pädagogischen Arbeit erfolgt fortlaufend durch ein EDV gestütztes Dokumentations- und Informationssystem. Die Wirkungs- und Ergebniskontrolle der pädagogischen Arbeit wird durch die Nutzung der Evaluationsinstrumente EVAS (sozialpädagogische Hilfen) und EMUK (Mutter/Vater-Kind-Hilfen) gewährleistet.

Das Aufnahmeverfahren wird durch die Leitung der pädagogischen Hilfen gesteuert. Aufnahmen werden zeitnah von den beiden Erziehungsleiterinnen bearbeitet und zur Prüfung der Realisierung an die Wohngruppen weitergeleitet.

Das Ausstattungsniveau der Einrichtung ist hoch. Alle jungen Menschen verfügen in ihren Wohngruppen über ein Einzelzimmer oder ein Apartment. Wir sind offen für neue Medien als Teil der Lebenswelt junger Menschen, der Zugang zum Internet ist in jeder Gruppe gewährleistet. Wir achten sehr darauf, dass sie einen verantwortungs- und sinnvollen Umgang mit Medien lernen. Auf die Beteiligung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen (Stichwort Selbstwirksamkeit) im pädagogischen Alltag wird großer Wert gelegt. Betreuungs- und Hilfeplanprozesse werden in Abstimmung mit ihnen und den Eltern/sorgeberechtigten Personen vollzogen. Die Hilfeplangespräche werden mit dem jungen Menschen vor- und nachbereitet. Wann immer möglich streben wir mit den Eltern eine Erziehungspartnerschaft an und unterstützen bei Kindern die Rückführung ins Elternhaus. Bei Jugendlichen steht in der Regel die Begleitung des Verselbstständigungsprozesses im Vordergrund.

Die stationäre Hilfe sollte nach erfolgreichem Verlauf in das Außenbetreute Wohnen (ABW) münden. In der eigenen oder trägereigenen Wohnung begleiten wir den Verselbständigungsprozess. Die Betreuungsintensität ist reduziert, aber die Anbindung an die Wohngruppe bleibt erhalten, so dass sich der junge Mensch jederzeit an die pädagogischen Fachkräfte wenden kann. Bei einem nicht erfolgreichen Verlauf garantieren wir eine geordnete Entlassung in Absprache mit der fallzuständigen Fachkraft der unterbringenden Fachstelle.

Besonderen Wert legen wir auf schulische und berufliche Förderung sowie auf den Erwerb sozialer Kompetenzen. Wir motivieren die jungen Menschen zur konstruktiven Freizeitgestaltung und bemühen uns grundsätzlich um gesellschaftspolitisches Engagement und die Integration in Vereine und Interessengruppen.

Gruppenübergreifende Angebote zur Förderung sozialer Kompetenzen, musischer, kreativer und sportlicher Neigungen


Soziales Kompetenztraining
Jeder neu aufgenommene junge Mensch nimmt an 8-10 Einheiten dieses verpflichtenden Trainings teil. Die Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse in den Alltag wird durch die pädagogischen Fachkräfte unterstützt.

Heimrat
Die Einrichtung verfügt seit 1979 über eine Kinder- und Jugendvertretung (Heimrat). Jede Gruppe wählt eine/n GruppensprecherIn. Die Kinder- und Jugendvertretung wird unterstützt durch gewählte BeraterInnen und ist an allen wesentlichen Entscheidungsfindungen der Einrichtung beteiligt. Der Heimrat verfügt über eine Satzung, die ihm die Beteiligung an der Einrichtungsplanung zugesteht und ihn zur Beteiligung an Konfliktlösungen verpflichtet.

Konfliktlösungstraining
Ein- bis zweimal jährlich findet ein Training zur gewaltfreien Konfliktbewältigung statt. Die hier Beteiligten sind aufgerufen, sich bei minderschweren Gewalthandlungen als Schlichter zwischen den Konfliktparteien zu betätigen. Bei schwerwiegenden Gewaltvorfällen beteiligen sich die jungen Menschen am „Gremium“, dem Konfliktlösungsorgan zur heiminternen Regelung des Täter-Opfer-Ausgleichs.

Theatergruppe
Das Theaterensemble „Comedia Chaotica“ arbeitet nach dem Theateransatz „Das Schauspiel zwischen Improvisation, Selbsterfahrung und Kunst“. Die erarbeiteten Stücke werden bei internen und externen Veranstaltungen aufgeführt. Einrichtungsinterne Feste und Feiern Höhepunkte des Jahres sind unser Sommerfest und die Weihnachtsfeier. Unsere dezentral organisierte Einrichtung bietet hier den jungen Menschen und den Mitarbeitern eine Begegnungsmöglichkeit mit dem Ziel, die Identifikation mit der Einrichtung zu fördern und Gemeinschaft zu erleben.

Sportangebote
Einmal wöchentlich findet das Konditionstraining auf der Grundlage der Boxtrainingslehre statt. Die jungen Menschen können sich auch an der Tischtennisgruppe und dem Yogaangebot beteiligen. Eine Laufgruppe engagiert sich bei öffentlichen Laufveranstaltungen.