Seit 1907 Pädagogik, Kultur & Sport

Leitlinien der beruflichen Bildung

In den folgenden Leitlinien konkretisiert sich das Leitbild der Jugendhilfezentrum Johannesstift GmbH für den Aufgabenbereich der Beruflichen Bildung.

Wie das Leitbild beschreiben diese Leitlinien für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbindliche Grundsätze und Grundhaltungen, die sich wiederum in der Konzeption und der konkreten Ausgestaltung der praktischen Arbeit niederschlagen.

1. Ziel der Arbeit

ist die Integration individuell beeinträchtigter und sozial- oder bildungsbenachteiligter Jugendlicher und Erwachsener beiderlei Geschlechts in Arbeit und Gesellschaft und ihre Befähigung zur eigenständigen Existenzsicherung.

Dies soll erreicht werden durch sozialpädagogisch orientierte und begleitete Angebote in Berufsausbildung und Berufsvorbereitung sowie durch qualifizierende Beschäftigung.

Die Vermittlung berufsfeldbezogener praktischer und theoretischer Kenntnisse und Fertigkeiten soll diesem Ziel in gleicher Weise dienen wie die Förderung arbeitsweltbezogener persönlicher und sozialer Kompetenzen und Unterstützung im Bemühen um Stabilisierung der persönlichen Situation und der äußeren Lebensumstände.

2. Fachlichkeit

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besitzen die für ihre Aufgaben erforderlichen formalen Qualifikationen und die notwendige persönliche und fachliche Eignung.

Wir legen Wert auf die Weiterentwicklung der fachlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen durch regelmäßige Fort- und Weiterbildungen.

3. Arbeitsweltbezug

Unsere Aktivitäten sind darauf ausgerichtet, auch im geschützten Rahmen unserer Zweckbetriebe, Arbeitswelt mit ihren Strukturen und Abläufen erfahrbar zu machen. Unsere Produkte und Dienstleistungen entstehen unter betriebsnahen Bedingungen und haben einen Marktwert. Die Organisation der Arbeit und der notwenigen Lernprozesse fördern Teamarbeit ebenso wie die Fähigkeit, sich in Hierarchien einzuordnen.

4. Orientierung am maximal möglichen Qualifizierungsziel

Die "persönlichen 100%", die jeweils individuell limitierte Leistungsgrenze ist neben den von außen vorgegebenen Anforderungen die zielbestimmende Größe in Ausbildung und Qualifizierung. Wir sind engagiert, die individuellen Potenziale zu erkennen und auszubauen und dabei die Ziele passgenau und anforderungsgerecht zu setzen.

5. Wertschätzung und Respekt

Unsere Grundhaltung gegenüber den Auszubildenden und Teilnehmern ist von Wertschätzung geprägt und durch Offenheit und Empathie gekennzeichnet. Sie findet ihren Ausdruck in den Umgangs- und Kommunikationsformen und im erkennbaren Bestreben, durch das eigene Verhalten vorbildhaft zu wirken.

6. Kundenorientierung

Wir orientieren uns am Bedarf und den Bedürfnissen unserer Kundinnen und Kunden. Ihre Zufriedenheit ist Maßstab und Ziel unserer Arbeit. Wir haben unterschiedliche Kunden, denen wir unser Engagement widmen:

  • Auftraggeber als Kunden
    Auftraggeber sind in der Regel die öffentlichen Träger von berufsbildenden Maßnahmen auf der Grundlage der Sozialgesetzbücher II, III und VIII, insbesondere Jugendämter, Jobcenter und Arbeitsverwaltung
  • Teilnehmer als Kunden
    Die Teilnehmer-Kunden sind die aktuellen Nutzer unserer Ausbildungs- und Qualifizierungstätigkeit, sie suchen berufliche Perspektiven, streben einen qualifizierten Abschluss an, oder möchten ihre Vermittlungschancen in Ausbildung und Arbeit verbessern durch Erweiterung ihrer persönlichen und fachlichen Kompetenzen.
  • Kunden von Dienstleistungen und Produktion
    Wir legen Wert darauf, an die Produkte und Dienstleistungen unserer Zweckbetriebe die gleichen Qualitätsmaßstäbe anzulegen, wie sie in Wirtschaftsbetrieben gelten.