Seit 1907 Pädagogik, Kultur & Sport

Bäcker/in

Berufsbild

Brot gehört auch heute noch zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln. Ohne Brot zu sein, wird unwillkürlich mit Hunger und Armut gleichgesetzt.

In unserem Land hat sich in den vergangenen Jahren das Angebot an Backwaren zu einer großen Vielfalt hin entwickelt. Eine Bäckerei bietet heute  bis zu 200 verschiedene Brotsorten und Brötchen, Brezeln, Kuchen, Torten und Dauerbackwaren an. Dies führt dazu, dass eine Vielzahl an Teigen und Massen benötigt werden, deren rationelle Herstellung moderne Maschinen und Geräte erfordert.

Ein großer Teil der anfallenden Arbeiten, z.B. das Formen der meisten Backwaren ist aber auch heute noch Handarbeit. Das erfordert ein geschicktes, zügiges Arbeiten. In der Backstube wird stehend gearbeitet. Viele Tätigkeiten sind kraftfordernd, Hygiene ist zusätzlich eine wesentliche Bedingung.
Bäcker/innen haben ihren Arbeitsplatz in Klein- und Familienbetrieben, teilweise auch in größeren Brotfabriken. Die Ausbildung hat noch einen handwerklich- traditionellen Charakter. Dazu gehört auch der frühe Arbeitsbeginn (in Klein- und Mittelbetrieben meist vor 4.00 Uhr, da bereits für das Frühstück frisches Gebäck bereitstehen soll. Brotfabriken arbeiten meist im Schichtbetrieb).

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Anforderungen

  • Persönliche Sauberkeit und Hygiene
  • keine Hautkrankheiten und Neigung zu Lebensmittel- oder Reinigungsmittelallergien
  • Belastungsfähigkeit der Wirbelsäule, ausreichend Körperkraft
  • Handgeschick, Schnelligkeit
  • Ausdauer wegen des bestehenden Tempodrucks
  • gestalterische Fähigkeit, Kreativität
  • technisches Verständnis für Maschinen und Hilfsmittel
  • Freude am Umgang mit Lebensmitteln, Interesse und Verständnis für verschiedene Rezepturen

Ausbildungsvorbereitung

Jugendlichen, die ihren Berufswunsch mitgeteilt haben, die den Anforderungen einer regulären Ausbildung aber noch nicht gewachsen sind, bieten wir die Möglichkeit, sich im Rahmen einer berufsvorbereitenden Maßnahme auf eine gegebenenfalls anschließende Regelausbildung vorzubereiten.

Hier werden praktische und theoretische Grundkenntnisse vermittelt. Die Eignung für den gewählten Beruf wird gründlich überprüft.

Ausbildungsgang

Die Ausbildung zum/r Bäcker/in dauert drei Jahre. Während dieser Zeit werden den Auszubildenden Grundwissen und Fertigkeiten für die verschiedenen Grundarbeiten (Brötchen, Brote formen) und Maschinenarbeiten vermittelt. Die Anforderungen steigern sich bis zum selbständigen Herstellen von Teigen und dem Backen aller hergestellten Gebäcksorten. Zur Bäckerausbildung gehört auch die Feingebäckherstellung (z.B. Torten).

Die Ausbildung in unserer Backstube wird ergänzt durch externe Praktika. Die Theoriefächer werden an der Berufsschule unterrichtet. Berufsschulbegleitender Stützunterricht wird in der Einrichtung erteilt.

Diejenigen, die den schulischen Anforderungen einer Ausbildung nicht gewachsen sind, haben die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Anlernvertrages die praktischen Fertigkeiten des Bäckerhandwerkes anzueignen

Prüfung

Die Zwischen- und Abschlussprüfung erfolgt vor der zuständigen Prüfungskommission der Handwerkskammer.

Berufsaussichten

Arbeitsmöglichkeiten bieten sich in Betrieben des Bäckereihandwerkes und in artverwandten Industriebetrieben.

Anfragen / Bewerbungen

Thomas Knab, Ausbildungsleiter
T. (0611) 5803-24
F. (0611) 5803-66
E. knab@johannesstift.de

Barbara Birk, Sozialpädagogische Begleitung
T. (0611) 5803-54
F. (0611) 5803-66
E. birk@johannesstift.de

Claudia Lautenschläger, Sozialpädagogische Begleitung
T. (0611) 5803-79
F. (0611) 5803-66
E. lautenschlaeger@johannesstift.de