Seit 1907 Pädagogik, Kultur & Sport
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Sozialpädagogisch begleitete

Berufsausbildung

Zielsetzung

Jugendliche und junge Erwachsene, die aufgrund persönlicher, familiärer oder sozialer Probleme keinen Ausbildungsplatz auf dem freien Arbeitsmarkt bekommen oder den Anforderungen dort nicht gewachsen sind, erhalten in den Betrieben des Johannesstiftes die Möglichkeit einer qualifizierten, sozialpädagogisch begleiteten Berufsausbildung. Es werden ihnen die praktischen Kenntnisse und Fertigkeiten des jeweiligen Berufsbildes vermittelt, schulische Defizite werden aufgearbeitet. Wichtige, fachunabhängige Lernziele sind grundlegende Arbeitskompetenzen wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Einordnung in die Strukturen eines Arbeitsplatzes. Ziel ist in jedem Fall die Abschlussprüfung vor dem Prüfungsausschuss der jeweils zuständigen Kammer. Unser Anliegen ist Unterstützung und Hilfe bei der Integration in Berufswelt und Gesellschaft.

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Rahmenbedingungen

In jedem der sieben Betriebe sind qualifizierte Ausbilder/innen und Fachanleiter/innen für durchschnittlich 10 Auszubildende zuständig. Bis auf die zweijährigen Ausbildungsgänge zur Fachkraft im Gastgewerbe und zum / zur Änderungsschneider/in sind alle Ausbildungsgänge auf eine Dauer von drei Jahren ausgelegt. Ausbildungsbeginn ist jährlich der 01. oder 15. August. Quereinstiege sind in der Regel nur in Form von Langzeitpraktika oder Berufsvorbereitung möglich. Für jeden Ausbildungsbereich stehen Ausbilder und Ausbilderinnen mit entsprechender fachlicher Eignung zur Verfügung. Die fachlichen Inhalte und Lernziele folgen den jeweils gültigen Ausbildungsrahmenplänen der Kammern. Die Auszubildenden besuchen die Fachklassen der regulären Berufsschulen am Ort, begleitend dazu wird Stützunterricht durch die Ausbilder oder geschulte Lehrkräfte erteilt. Die Ausbildungsvergütung ist für alle Ausbildungsgänge einheitlich. Wir legen Wert darauf, dass die Ausbildung nicht im „luftleeren“, realitätsfernen Raum geschieht: die Produkte und Dienstleistungen dienen der Eigenversorgung der Einrichtung und werden in geringem Umfang auch extern und marktorientiert angeboten. Der Vorbereitung auf eine spätere Berufstätigkeit in rein produktionsorientierten Wirtschaftsbetrieben dienen externe Praktika.

Die Betriebe des Johannesstiftes bieten für Jugendliche und junge Erwachsene Ausbildungsplätze in 12 anerkannten Ausbildungsberufen an. Alle Ausbildungsgänge stehen jungen Frauen und Männern gleichermaßen offen, wegen der besseren Lesbarkeit sind jeweils die männlichen Bezeichnungen gewählt:

  • Bäcker
  • Koch
  • Beikoch
  • Hauswirtschafter
  • Fachwerker Hauswirtschaft 
  • Fachkraft im Gastgewerbe 
  • Maler- und Lackierer
  • Bau- und Metallmaler
  • Maßschneider
  • Änderungsschneider
  • Gärtner
  • Gartenbauhelfer

Sozialpädagogische Begleitung

Sozialpädagogik in der beruflichen Bildung fokussiert die Lernprozesse und Problemlagen im Zusammenhang der beruflichen Sozialisation und Qualifikation der Jugendlichen und jungen Erwachsenen und bietet dort Förderung, Unterstützung und Beratung. Sozialpädagogische Begleitung im Rahmen der Ausbildung heißt konkret:

  • Hilfe bei der Wahl des Ausbildungsberufes und der Maßnahmenplanung 
  • Unterstützung im Umgang mit Ämtern und Behörden 
  • Beratung in Konfliktsituationen 
  • Verbesserung von Interaktionen und Kommunikation 
  • Krisenintervention 
  • Beratung und Hilfestellung in persönlichen Problemsituationen, ggf. Vermittlung zu externen Fachdiensten (Drogenberatung, Schuldnerberatung etc.) 
  • Erstellung und Fortschreibung individueller Förderpläne 
  • Beteiligung an der Strukturierung und Organisation der notwendigen Lernprozesse

Zugangsvoraussetzungen

Bewerber/innen müssen die Voraussetzungen erfüllen, um nach den § 27ff KJHG (Hilfen zur Erziehung), § 41 KJHG oder § 35a KJHG gefördert zu werden. Dies wird auf Antrag vom Jugendamt geprüft, das dann auch die Kosten der Maßnahme übernimmt. Zu den persönlichen Voraussetzungen gehört die Bereitschaft und die Fähigkeit, den formalen Regularien einer Ausbildung gerecht zu werden, die volle Arbeitszeit von 38,5 Stunden pro Woche durchzuhalten und den praktischen und theoretischen Lernstoff des jeweiligen Ausbildungsberufes aufzunehmen. Der Haupt- oder Sonderschulabschluss ist nicht Bedingung. Für einen reduzierten Ausbildungsgang nach § 64, Berufsbildungsgesetz (Ausbildung für Behinderte) muss die Arbeitsverwaltung die individuellen Voraussetzungen prüfen und bestätigen.

Das Team

Ausbildungsleitung
Thomas Knab

Sozialpädagogische Ausbildungsbegleitung
Barbara Birk
Claudia Lautenschläger

Verwaltung
Jutta Borgs

Die AusbilderInnen
und FachanleiterInnen

Bäckerei
Thomas Pietsch

Gärtnerei
Matthias Diderich

Malerwerkstatt
Heinz Hartmann

Schneiderei
Liz Schuld-Baumgartner

Hauswirtschaft
Gudrun Grubbe

Gastgewerbe
Thomas Gambla

Küche
Marcus Moor

Kulturwerkstatt
Udo Gottfried

Anfragen / Bewerbungen

Thomas Knab, Ausbildungsleiter
T. (0611) 5803-24
F. (0611) 5803-66
E. knab@johannesstift.de

Barbara Birk, Sozialpädagogische Begleitung
T. (0611) 5803-54
F. (0611) 5803-66
E. birk@johannesstift.de

Claudia Lautenschläger, Sozialpädagogische Begleitung
T. (0611) 5803-79
F. (0611) 5803-66
E. lautenschlaeger@johannesstift.de